Leitfadenerstellung zur Konzipierung von Katastrophenschutz-Leuchttürmen

Das Projekt wird im Auftrag des Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe 01-09/2026 durchgeführt.

Es baut auf der Interviewstudie zu Katastrophenschutzleuchttürmen und ähnlichen Einrichtungen aus dem Jahr 2024 auf (die Studie finden Sie hier). Diese untersuchte, welche Herausforderungen sich bei der Etablierung und Umsetzung dieser Kat-Leuchttürme ergeben und welche Lösungen sich in verschiedenen Kontexten als praxisfähig erwiesen haben.

Hintergrund

Katastrophenschutz-Leuchttürme und ähnliche Einrichtungen (Notfalltreffpunkte, Notfallinformationspunkte u.a.) dienen als Anlaufstellen für die Bevölkerung in Krisensituationen, insbesondere langanhaltende Stromausfälle.

Sie werden in Form vorgeplanter, lokal stationärer (ggf. auch mobiler) notstromversorgter Einrichtungen umgesetzt. Das Basis-Konzept basiert auf einem BMBF-geförderten Forschungsprojekt aus 2015. Es sieht verschiedene Kommunikations-Angebote vor, darunter die Sicherstellung der Kommunikation unter den Behörden und Organisationen des Katastrophenschutzes, zwischen Behörden und Betroffenen sowie nicht zuletzt innerhalb lokaler Gemeinschaften. Zudem sind je nach Ausgestaltung verschiedene materielle Unterstützungsangebote (wie Wärme, Wasser, ggf. Unterbringung) vorgesehen. Kat-L dienen also der Information und Kommunikation sowie der Grundversorgung und Unterstützung der Selbsthilfe.

Katastrophenschutz-Leuchttürme gewannen insbesondere im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine und der damit möglichen Gas- und Energiemangellage an Aktualität. In den letzten Jahren werden daher solche Einrichtungen durch viele Bundesländer und Kommunen umgesetzt oder vorbereitet. Dabei finden sich sehr unterschiedliche Konzepte, Ausstattungen, Organisationsformen und Angebote unter verschiedenen Benennungen.

Ziele des Projekts

Aufbauend auf den Ergebnissen der vorangegangenen Studie und unter Einbeziehung des Zivilschutzfalls erstellen wir nun einen Leitfaden, der  Kommunen bei der Konzeptionierung und  Einrichtung von lokalen Katastrophenschutzleuchttürmen unterstützen soll.

Dieser Leitfaden soll anwendungsfreundlich als Wegweiser zur Entwicklung an lokale Gegebenheiten angepasster Konzepte für Kat-L oder verwandte Konzepte dienen. Dazu werden  verschiedene Umsetzungsmodelle und Good Practices aufgezeigt, vorhandene Vorgaben und Hilfestellungen verschiedener Bundesländer ausgewertet und Herausforderungen für die Planung von Kat-L für den Zivilschutzfall sowie ihre möglichen Funktionen in diesem Fall diskutiert.

Weiterführende Informationen

Ansprechpartnerin
Prof. Dr. Gesine Hofinger E-Mail