involve

Weitere Informationen zu dem Forschungsprojekt „Initiate volunteerism to counter vulnerability (involve)“ finden sich auch in diesem Flyer.

In einem Konsortium unter der Leitung der Katastrophenforschungsstelle (Freie Universität Berlin), in Zusammenarbeit mit dem Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuz beteiligen sich MitarbeiterInnen aus Team HF im Teilprojekt an der Universität Jena zu „Motivation zum freiwilligen Engagement in Deutschland und Indien: Grundlagen, Zielgruppenansprache, kulturspezifische Schulungsangebote“.
Im Fokus stehen hierbei die zielgruppenabgestimmte Auswahl und Erprobung geeigneter Methoden zur Vermittlung von Inhalten, die für Freiwilligenarbeit im Rahmen des Katastrophenschutzes befähigen sollen. Mögliche Ausbildungsmethoden reichen von Präsenzunterricht und klassischen Unterrichtsformen bis hin zu Übungen zum Ressourcenmanagement und großangelegten Einsatzübungen.
Jede dieser Methoden hat spezielle Vorzüge und Defizite und ist für verschiedene Kompetenzniveaus geeignet (Strohschneider 2008). In der Freiwilligenausbildung empfiehlt sich in der Regel eine abgestufte Mischung verschiedener Methoden (Perry 2004, Alexander 2010), wobei die speziellen Bedarfe und Grundvoraussetzungen der freiwilligen HelferInnen zu berücksichtigen sind (anders als bei professionell tätigen HelferInnen). Inwieweit diese Methoden auch zur ad-hoc-Schulung von freiwilligen HelferInnen während einer akuten Krisenlage angewandt werden kann, ist eine offene Forschungsfrage.

Gesamtziel des Vorhabens

Freiwilligenarbeit ist ein wichtiger Stützpfeiler einer Gesellschaft, um unterschiedliche Sicherheitsgefährdungen und Katastrophen zu bewältigen. Allerdings gibt es bisher nur wenige Erkenntnisse über die motivationalen und gesellschaftlichen Quellen freiwilligen Engagements. Wenn Gesellschaften – und ihre für die Sicherheit der Bürger verantwortlichen Institutionen – ihre Resilienz erhalten oder steigern und ihre Vulnerabilität vermindern wollen, spielt Freiwilligenarbeit eine entscheidende Rolle. Dies trifft insbesondere für die Gesellschaften Deutschlands und Indiens zu, die Gegenstand dieses Forschungsvorhabens sind.